Dafür setzen wir uns ein

Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen!

Josef Pulitzer (1847 - 1911)

 

Die Bürgerinitiative pro Harste

 

 

Wir sind Harster Bürger, die sich große Sorgen um unsere Natur und Lebensqualität machen. Denn wenn die vom Land geforderten und von der Gemeinde geplanten Flächen Nähe Muna und zwischen Parensen, Gladebeck und Harste, Nähe V-Holz für Windkraftanlagen (WKA) freigegeben werden, nehmen die Natur, die Tiere und unsere Gesundheit möglicherweise Schaden.
Es kann nicht sein, dass wir mit mehr als 200 m hohen, unwirtschaftlichen Windkraft-Industrieanlagen, gegen unser Wohl mit Lärm, Infraschall, Schlagschatten und Befeuerungsanlagen leben müssen.

 

 

Die Energiewende wird in der Bevölkerung im Allgemeinen befürwortet. Gegen den sinnvollen Ausbau der Windenergie ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Es sollten jedoch die negativen Auswirkungen besser beachtet werden. Windräder werden immer höher und mit größerer Leistung gebaut. Die großen Anlagen sind lauter als die niedrigeren. Immer mehr Menschen klagen über Beeinträchtigungen durch die Schallemissionen, insbesondere durch die tiefen Frequenzen.
In offenen Briefen haben sich nun unter anderem Mediziner an die Politiker in Bargteheide und in Schleswig-Holstein gewandt. Aus Rücksicht auf die Gesundheit der Menschen sollen die Abstände zwischen Windkraftanlage und Wohnhaus angemessen gestaltet werden. Als angemessener Abstand wird die 10-fache Höhe der Windkraftanlage angesehen. Die Mediziner verweisen auf Veröffentlichungen anderer Kollegen (www.aefis.de) und auf internationale Studien.
Mit der 10-H-Regel, also „Höhe der Windkraftanlage mal 10 muss Mindestabstand zu den Wohnhäusern sein“, ist zwar eine Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen, es ist aber ein Kompromiss, auf den Windparkbetreiber und Kritiker eingehen könnten.

Das wäre in den genannten Gebieten nicht gegeben. (Naja, dafür hat die Politik ja Ausnahmeregeln geschaffen.)

Je größer die Anlagen, desto mehr verlagert sich das von ihnen erzeugte Schallspektrum in den langwelligen, niederfrequenten Bereich: Infraschall.

aus der Pressemitteilung: offenen Brief "Ärzte für mehr Abstand zu Windkraftanlagen" 

 

Wofür und wogegen sind wir?

 

Ja zur Energie wende
Verbunden mit einem sparsamen Energieverbrauch und einer intelligenten Nutzung der erneuerbaren Energien (Bio, Erdwärme, Solar, Wasserkraft, Wind) sollen Atomkraftwerke ersetzt und die fossilen Kraftwerke reduziert werden. Deutschland hat das Potential, diesen Wandel optimal zu gestalten. Dabei muss aber für Industrie und Haushalte die Energie bezahlbar und die Energiebereitstellung sicher bleiben.

 

Nein zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) in seiner jetzigen Form

 

Dieses Gesetz fördert den ungebremsten Ausbau der Photovoltaik- und Windkraftanlagen. WKA-Anlagen in Schwachwindgebieten werden mehr gefördert als die in Starkwindgebieten. Die Sicherstellung der gesamten Leistungskette von der Energieerzeugung, der Energiespeicherung, dem Energietransport bis zur Strombereitstellung beim Verbraucher wird aktuell nicht ausreichend berücksichtigt.

 

Nein zu einem Energieerzeugungswettlauf
Auf der Basis des EEG Gesetzes liefern sich die Landesregierungen einen Energieerzeugungswettlauf mit gleichzeitiger Kapital-Fehlleitung. Es kann nicht sein, dass der Stromerzeuger einen garantierten Preis bekommt, die nicht verwertbare Energie verschenkt wird und der Stromkunde dann die Rechnung inklusive der Netz- und Standby-Kosten der konventionellen Kraftwerke bezahlen muss.

 

Nein zu Windkraft-Industrieanlagen im Lebens- und Erholungsraum Wald

 

Ja zur Förderung ausschließlich grundlastsicherer Energiekonzepte
(Erzeugung, Speicherung, Bereitstellung)
Sonne und Wind liefern Energie mal im Überfluss, mal gar nicht. Die Speicherung dieses Überflusses steckt noch in den Kinderschuhen. Die Förderung darf daher nur Konzepten, bei denen die Energiespeicherung integriert ist, zugutekommen.

 

 

Wir sind davon überzeugt, dass die Energie wende ohne Nachteile für Mensch und Natur realisiert werden kann.